Die Legende vom gestohlenen Haus am Eschengraben

An der Straßenecke wo der Eschengraben auf die Berliner Straße trifft, soll einst die Villa eines vermögenden Kaufmanns gestanden haben.
Der hier lebende Kaufmann hatte seine Geschäfte bereits an seinen Sohn übergeben, und genoss sein Lebensabend in dem zweigeschossigen Backsteinhaus.

Willner Weißbierbrauerei

Die Sommermonate verbrachte er in seinem Anwesen in Italien.
Während seines Sommerurlaubes soll eines Tages ein Fuhrwerk vorgefahren sein.
Die Nachbarn waren sehr verwundert als sie sahen wie Möbel und Hausrat aufgeladen wurden.
Auf ihre neugierigen Anfragen, erfuhren sie das der Kaufmann sich entschieden habe in Italien zu bleiben und das Haus auf Abbruch verkauft habe.

Willner Weißbierbrauerei

Schon am Tag darauf wurde die Villa Stein für Stein abgetragen.
Als der Kaufmann einige Wochen später aus seinem Urlaub nach hause kam, stand er wie vom Donner gerührt vor seinem leeren Grundstück.
Heute steht auf dem Grundstück der einstiegen Kaufmannsvilla die alte „Willner Weißbierbrauerei“.

Autor: Christian Hintze 07.07.2014
technische Leitung: Nadine Kreimeier

Quelle:
mündliche Überlieferung

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Schönholzer Heide – Das versunkene Heide Theater

Bis zur Gründung der Kolonie Schönholz war die Heide Teil des Waldgebietes „Schönhauser Fichten“,das Gelände erstreckte sich vom nördlichen Pankeufer im Bürgerpark bis in die Jungfernheide. Nach Ende des II.Weltkrieges umfasste die Schönholzer Heide noch 35 Hektar. Es erfolgte eine Aufteilung in 3 Areale.

pankowerchronik.blog.de

Freiwillige des NAW beim Bau der Freilichtbühne,Johanna Hirte (rechts)

So endstand im Rahmen des NAW ein Ehrenhain für 13200 gefallene Sowjetsoldaten,ein großer Spielplatz mit Rodelbahn und der Volkspark mit Freilichtbühne. Mit Volkspark und Freilichtbühne wollte die DDR Regierung an die 1930er Jahre anknüpfen,als sich in der Schönholzer Heide das Traumland,Nachfolger des Lunaparks befand. Besonders beliebt bei den Berlinern war die Ochsenbraterei bei der ganze Ochsen am Spieß gedreht wurden.

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Heide-Theater zur Eröffnung 1956

Zur Ausrichtung der Olympischen Spiele 1936 war das Traumland der größte Vergnügungspark Berlins. Zu den Attraktionen gehörten eine Wasserrutsche,Gebirgs- und Geisterbahn,Varietés und eine Freilichtbühne. Große Gastwirtschaften wie das Oberbayern und das Alt-Berlin waren weit bekannt. Vom einstiegen Traumland ist nichts mehr zu sehen.

Freilichtbühne Schönholz

Tanzabend nach neuesten Amiga Schallplatten

So sollte in den 1950er Jahren im Rahmen des Nationalen Aufbau Werk wieder eine Freilichtbühne entstehen. Wie beim Bau des Pankower Freibades erfolgten die Arbeiten durch Freiwillige. Eine besonders erwähnenswerte Helferin war Johanna Hirte die mit 81 Jahren auf über 35.000 freiwillig geleistete Arbeitsstunden zurückblicken konnte.

Treppe Heide Theater Schönholz

Nord-Treppe zum Zuschauerbereich

Zur Eröffnung am 17.August 1956 waren alle 2500 Plätze des Heide Theater gefüllt. Besonders beliebt bei den Gästen waren die Tanzabende nach neusten Amiga Schallplatten. Solange die Sektorengrenze offen war lief der Theaterbetrieb gut. Besucher kamen aus Ost und West.

Bühnenreste Heide Theater

Rückseite der Bühne

Namenhafte Theaterhäuser gaben hier ihr Gastspiel, so das Hans Otto Theater Potsdam, der Friedrichstadt Palast, die Staatsoper bis hin zum Kabarett Die Distel und das Erich Weinert Ensemble der Volksarmee. Mit der Schließung der Sektorengrenze fand leider auch der Kulturbetrieb des Heide Theater ein Ende.
Heute gleicht die einstiege Freilichtbühne einem versunkenen Märchenort.

Steinabsätze Heide THEATER

Süd-Treppe zum Zuschauerbereich

An den Betonsäulen die den Wegrand säumen lässt sich noch die Rückseite der Bühne erkennen. Dahinter liegt Vertieft der Zuschauerplatz, unter 1 Meter Erdreich verschüttet. Treppen und Geländer sind zu erkennen die im Boden verschwinden. Ringsum stehen die alten Masten der Licht- und Lautsprecheranlage. Hinter Büschen und Bäumen findet der aufmerksame Beobachter verzierte Steinabsätze. Hinter alten Betonbrocken lässt sich noch der Zugang zu den unterirdischen Versorgungsräumen des Theaters finden.

Autor: Christian Hintze 06.07.2014
technische Leitung: Nadine Kreimeier

Das Rathaus Pankow

Der Vorgänger unseres Rathaus war das Amtsgebäude in der heutigen Eintracht Straße.
Der gesamte Bau dauerte etwas länger als 2 Jahre.
An der Einweihung am 18. April 1903 Namen ranghohe Berliner Persönlichkeiten teil, unter Anderen Moltke, Von Treskow der Berliner Oberbürgermeister Kuschner sowie der Polizeipräsident Von Boris.

Rathaus Pankow 1915
Rathaus Pankow um 1906

Der prunkvolle Ratskeller war bereits 1902 fertig gestellt.
Laut Niederbarnimer Kreisblatt schon damals ein Geheimtipp.
Ursprünglich führte ein Gang direkt vom Ratssaal im 1.OG in den Ratskeller.
So konnten die Herrschaften unbemerkt vom Pöbel hinabsteigen.
Während der Einweihungsfeier so wird berichtet, mussten die Damen von der Empore zuschauen während die Herren köstlich Speisten.

Ratskeller im Rathaus Pankow
Rathaus Pankow Ratskeller um 1906

In den Turmpfeiler wurde eine Zeitkapsel eingelassen, sie enthielt Namenslisten aller Pankower Beamter jener Zeit, Pankower Statistiken sowie ausgaben des Niederbarnimer Kreisblattes.
Auch je ein Exemplar der zu dieser Zeit im Umlauf befindlichen Kursmünzen.
Am 25. Oktober konnte der damalige Pankower Bürgermeister Richard Gottschalk in seine Dienstwohnung im 1 Stock einziehen.
Auf seine Initiative wurde das Rathaus gebaut.
Im Wedding gibt es heute noch die nach ihm benannte Gottschalk Straße.
Gottschalk schwärmte von der Aussicht die er vom Balkon seiner Dienstwohnung hatte.
Von hier überblickte er den Pankower Anger sowie das Bürgerparktor in der alten Spanndauer Straße, heute Wilhelm Kuhr Straße.
Damals war der Blick zum Bürgerparktor noch nicht verbaut.
Der Hauptteil des Rathaus ist ein Verblendbau aus roten Sandsteinklinkern, der Sockel besteht aus Schlesischem Granit.
Das Dach war ursprünglich mit Kupfer bedeckt.
Im 1. Weltkrieg brauchte Deutschland Unmengen an Rohstoffen wie Metall für die Rüstungsindustrie.
Diesem Metallmangel viel auch das Kupferdach des Rathaus zum Opfer.
Auf den turmartigen Vorsprüngen stehen vier Plastiken des Pankower Bildhauer Sponar.
Sie stellen die Bürgertugenden dar, Gerechtigkeit, Bürgerfleiß, Bürgerehre und Mildtätigkeit.
Die Turmhöhe beträgt stolze 50 Meter, die zwei Balkonerker gehörten einst zur Bürgermeisterwohnung. Die Spitze auf der Turmlafette hielt den Windverhältnissen nicht stand und musste wenige Tage nach der Rathauseröffnung schon gekürzt werden. Hoch über dem Eingangsportal breitete ein mächtiger Preußischer Aar seine Schwingen aus. Nach dem 2. Weltkrieg war der Aar verschwunden.Vermutlich wurde er eingeschmolzen.
Im Rathaus war zeitweise wieder eine Kopie zu sehen.Zwischen Künstler und Auftraggeber soll es Auseinandersetzungen gegeben haben. Bis heute
scheiterten alle Bemühungen den Aar wieder an seinen angestamten Platz zu setzen.

Rathaus Pankow
Rathaus Pankow Preußischer Aar

Die Gebäude Spitze ist geschmückt mit einer Reichskrone.
Um 1918 erfolgte der Anbau des Ostflügels.
Der westliche Anbau in der Neuen Schönholzer Straße wurde 1927 bis 1929 errichtet.
Im April 1945, als die Russische Armee auf Berlin vorrückte, veranlasste der Bürgermeister Bernhard Ahmels (NSDAP) die Verbrennung des kompletten Rathausarchives.
Die Verbrennung soll auf dem Hof des Hauses in aller Eile geschehen sein.
Aus kulturhistorischer Sicht ging damit ein unersetzbarer Schatz an Dokumenten verloren.
Am 23. Oktober 1947 fand im Rathaus ein Kriegsverbrecherprozess statt.
Angeklagt waren der Kommandant des Konzentrationslagers Sachsenhausen sowie 15 Angehörige des Wachkommandos.
Nach Kriegsende war das Rathaus für Pankower zunächst Tabu.Es diente zeitweise als Russische Kommandantur.

Rathaus Pankow
Rathaus Pankow als Sowjetische Kommandantur

Als Amtsgebäude stellten die Besatzer ab dem 1. Juni das Jüdische Waisenhaus Berliner – Ecke Hadlichstraße zur Verfügung.
Andere Abteilung saßen verteilt über den Bezirk, so in der Pestalozzistraße 41-43, in der Mendelschen Villa Breite Straße 44 sowie Breite Straße 43a.
Ab Dezember 1949 begann der Wiedereinzug ins Rathaus.
Am 18. Januar erfolgte dann die offizielle Schlüsselübergabe an die Pankower durch den Sowjetischen Bezirkskommandanten.
Direkt neben dem Bürgermeisterzimmer im ersten Stock befand sich die Pankower Chronik, geleitet von Rudolf Dörrier.
Die Chronik zog 1974 in die Wohnung des Stuhlrohrfabrikanten Fritz Heyn, in die gleichnamige Heyn Straße 8 um, wo sie heute noch ist.
Das Trauzimmer in dem ab 1902 geheiratet werden konnte, wurde 1901 bis 1905 nach Plänen des Architekten Ludwig Hoffman gebaut.
Hoffman entwarf auch den Märchenbrunnen in Friedrichshain.
Das heutige Trauzimmer stammt aus dem Fischerkiez in Berlin Mitte.
Seit dem Abriss der Alten Feuerwache in der Fischer Straße lagerte es im Märkischen Museum.

Rathaus Pankow Ehezimmer
Trauzimmer Fischerkietz jetzt Rathaus Pankow

Bis es 1979 im Rathaus Pankow eingebaut wurde.
Während der Umbauarbeiten konnten die Pankower im Prunkzimmer der Heynstraße 8 heiraten.
In den 80. Jahren wurden aufwendige Restaurationen zum ursprünglichen Johowschen Entwurf vorgenommen.
Der originale Jugendstiel Leuchter der Vorhalle wurde auf dem Dachboden wiedergefunden.
Zugemauerte Fenster wurden wieder geöffnet und der Turm erhielt seine Kupfereindeckung wieder.
Über dem Haupteingang wurde die Schnitzerei „Gott mit uns“ wieder frei gelegt.
Pünktlich zur 750 Jahr Feier erhielt das Rathaus die seit dem Krieg fehlende Plastik „Bürgerehre“ wieder.

Autor: Christian Hintze 05.07.2014
technische Leitung: Nadine Kreimeier

Quellen:
Rathaus Pankow/Freundeskreis der Chronik Pankow
Pankower Chronik/Rat des Stadtbezirks Pankow von Berlin

Wallfahrt nach Französisch Buchholz

Vielen ist die Zeichnung Wallfahrt nach Französisch Buchholz aus dem Jahr 1775 als altes Postkartenmotiv bekannt.

Wallfahrt nach Französisch Buchholz

Weniger bekannt ist jedoch die Geschichte, die sich hinter dem Bild verbirgt.
In Französisch Buchholz wohnten die Eltern der Frau von Daniel Chodowiecki.
Seine Kinder freuten sich schon lange auf einen Besuch bei den Großeltern.
Ausgerechnet an dem Sonntag, als der Ausflug statt finden sollte, regnete es so in Strömen, das an einen Ausflug nicht zu denken war.
Die Kinder weinten sehr,um sie wieder zum lachen zu bringen, zeichnete Chodowiecki diese lustige Szene mit den Kindern auf dem Esel.

D. Chodowiecki

Daniel Nikolaus Chodowiecki ist am 16. Oktober in Danzig geboren.
Er war der bekannteste deutsche Kupferstecher und Illustrator im 18. Jahrhundert.
Chodowiecki starb am 7. Februar 1801 in Berlin.

Autor: Christian Hintze 02.07.2014
technische Leitung: Nadine Kreimeier

Quelle:
mündliche Überlieferung

Die Krone auf dem Blankenburger Kirchturm

Die Blankenburger erzählen sich viele Geschichten über die Krone vom Kirchturm.
Die bekannteste ist die der Julie von Voß.
Unter den Hofdamen der Elisabeth Christine, war eine ganz besonders hübsch.
Julie von Voß, sie galt als die Schönste von Ihnen.
König Wilhelm der 2., Neffe und Thronfolger des Alten Fritz war häufig zu Besuch in Schloss Schönhausen.
Dabei soll er sich in die junge und hübsche rothaarige Julie von Voß verliebt haben.
Lange widerstand sie dem werben des verheirateten Königs.
Er erhob sie zur Gräfin Ingenheim, und schließlich erhörte sie ihn, unter der Bedingung ihm zur linken angetraut zu werden.
Als die schwangere Gräfin unterwegs zu ihren Eltern nach Buch war, gebar sie unterwegs in Blankenburg ihren Sohn.
Die Blankenburger sollen sich auf`s herzlichste um Julie und ihren kleinen Prinzen gekümmert haben.
Über die Fürsorge war der König so hoch erfreut, das er den Blankenburgern eine goldene Krone Schenkte.
Die Krone erfüllte die Blankenburger so mit Stolz, das alle benachbarten Dörfer sie sehen sollte.
Die Krone wurde an dem höchsten Punkt angebracht der gefunden wurde.
Nämlich auf dem Blankenburger Kirchturm, auf das sie von jedermann gesehen wurde.

Blankenburger Kirche

Die Kirche wurde etwa 1250 erbaut, das bestätigen dendrochronologische Untersuchungen.
Das östliche Hallenschiff und der Turm wurden Ende 14. Jahrhundert und Anfang des 15. Jahrhunderts hinzugefügt.
Tatsächlich war es Friedrich der I der das Rittergut Blankenburg von den Erben des Bernd Heinrich von Barfuß kaufte.
Damit war er der Dorfherr und Patronat.
Kronen über den Wetterfahnen von Kirchen waren als Zeichen königlichen Patronats in den Dörfern häufig.
Entgegen der Legende Lebten die Eltern schon nicht mehr als Julie von Voß ihren Sohn gebar.
Um 1742 wurde die Krone abgenommen um sie vergolden zu lassen.
Bei der erneuten Aufsetzung wurde eine Kupferplatte mit lateinischer Inschrift „Friedrich König von Preußen Herrscher von Schlesien hineingelegt.
Auch bei späteren Demontage der Krone wurden Urkunden und Münzen hineingelegt.
Leider sind alle diese Zugaben verschwunden.

Blankenburger Kirche

Seit 1939 fehlt der Blankenburger Kirche Turmhelm Wetterfahne und Krone.
Heute erstrahlt die Blankenburger Kirche wieder in ihrem restaurierten zustand.
Bemerkenswert ist auch das heute noch wie einst im Mittelalter innerhalb der Umfassungsmauer der Kirche bestattet wird.

Autor: Christian Hintze 01.07.2014
technische Leitung: Nadine Kreimeier

Quellen:
mündliche Überlieferung
Pankower Chronik/Rat des Stadtbezirk Pankow
Wikipedia

Der Veilchenstrauß vom Schlosspark

Zu Zeiten König Friedrich Wilhelm dem II und seiner Gemahlin Elisabeth, wuchsen im Schlosspark wunderschöne Veilchen.
Als ein kleines Mädchen im Schlosspark von Pankow einen Strauß pflückte, trat eine schöne Dame an sie heran.
Die Dame sagte zu dem kleinen Mädchen: „Dein Sträußchen gefällt mir sehr, würdest du es mir wohl schenken“?
Mit einem artigen Knicks reichte das Mädchen der Unbekannten den Veilchenstrauß.

Schlosspark

Die Dame war hoch erfreut über die freundliche Geste, und sprach „Mädchen wenn Du einmal Kummer oder eine Bitte haben solltest, so komm zu mir und lass mich dir helfen, denn ich bin deine Königin“.
Geschwind eilte das Mädchen zu ihrem Vater nach hause und berichtete ihm von ihrer Begegnung mit der Königin.
Der Vater war Dr. August Hermann Karl Ramdohr der Pfarrer von Pankow, sogleich schrieb er der Königin ein Brief.
Er berichtete ihr von den Nöten der Pankower und dem viel zu kleinen Gotteshaus.

alte Pfarrkirche

So soll Pankow durch ein kleinen Veilchenstrauß eine großzügig erweiterte Kirche erhalten haben.

Autor: Christian Hintze 29.06.2014
technische Leitung: Nadine Kreimeier

Quelle:
mündliche Überlieferung

Pankower gründet FC Bayern und ist 1. Präsident

Der am 28.September 1872 in Pritzwalk Brandenburg geborene Franz Adolf Lois John war Fotograf und Fußballfunktionär in Pankow.
Er gehörte zu den Hauptinitiatoren der Gründung des FC Bayern München und war von 1900 bis 1903 1. Präsident.
Als Pankower schloss er sich zunächst dem VfB Pankow an, hier machte er die Bekanntschaft mit Gustav Manning dem späteren Schriftführer des DFB.

Franz John

John machte eine Ausbildung als Fotograf in Jena.
Nach seiner Ausbildung zog es ihn in den Münchener Stadtteil Schwabing.
Hier wurde er Mitglied der Fußballabteilung des MTV 1879 München.
Im Streit um den Beitritt zum Verband Süddeutsche Fußballvereine (SFV), verließen 11 Fußballer am 27.Februar unter Protest die Hauptversammlung.
Unter der Führung Johns zogen sie weiter in das Restaurant Gisela und gründeten ihren eigenen Fußballverein.
Der Münchener Fußballklub war geboren mit Franz John an seiner Spitze.
Unter der Führung Johns entwickelte sich der Verein zur stärksten Kraft im Münchener Fußball.
Noch im Jahr seiner Gründung trat der FC Bayern dem SFV bei.
In Johns Zeit fällt auch die Überlassung des Schwabinger Grundstückes in der Clement Straße an den Verein.
Franz John verließ 1903 den FC Bayern und, er übergab sei Präsidentenamt an Willem Heselink.
Um 1904 zog es John nach Pankow zurück er betrieb ein Fotolabor in der Kreuzstraße 16.
Er übernahm auch hier die Präsidentschaft des VfB Pankow.
Der FC Bayern wählte Franz John 1920 zum Ehrenvorsitzenden, 1936 erhielt er die Goldene Ehrennadel des Vereins.
Vereinsamt starb er im alter von 80 Jahren in Pankow seine Spur verlor sich.
Bis sein vergessenes Grab in Fürstenwalde wiederentdeckt wurde.
Fans des FC Bayern forderten die Wiederherstellung des abgelaufenen Grabes.

Grab von Franz John

Zum 100. Jahrestag seiner Gründung ließ der FC Bayern München auf dem verfallenen Grab Johns einen Gedenkstein aufstellen der an seine Verdienste um den Verein erinnert.

Autor: Christian Hintze 28.06.2014
technische Leitung: Nadine Kreimeier

Quelle:
Mündliche Überlieferung
Pankowerchronik/Rat des Stadt Bezirks Pankow
Wikipedia

Bormann's Pankower Chronik. Sagen, Mythen und Legenden aus Pankow. Autor und Publizist Christian Bormann. Historische Kurzgeschichten aus Berlin.